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nie mehr schlechte filme

Æon Flux | Drucken |  E-Mail
Geschrieben von: Herr Major   
Donnerstag, 04. Oktober 2007 um 19:33

Das sagt die DVD:

Zukunft in 400 Jahren. Eine makellose Stadt namens Bregna im Jahr 2415. Keine Krankheiten, kein Hunger, keine Kriege... Eine perfekte Welt und eine perfekte Lüge. Denn der Preis für den vermeintlichen Frieden auf Erden ist die Freiheit. In dieser sterilen Welt wächst Aeon Flux auf. Als ihre Familie brutal von Regierungsagenten ermordet wird, schwört sie Rache. Sie wird zum Eliteagenten der Rebellion und zur tödlichsten Waffe der Regimefeinde. Endlich bekommt sie den Auftrag, auf den sie ihr ganzes Leben gewartet hat – die Ermordung des Alleinherrschers Trevor Goodchild. Doch je näher sie ihrem Opfer kommt, desto näher kommt sie auch der Wahrheit, die sich hinter der perfekten Lüge eines perfekten Lebens verbirgt. Eine Wahrheit, mit der selbst sie nie gerechnet hätte.

Das sagt der Major: 

Was zunächst einmal nach einem schon x mal durchgekauten Utopie-Szenario klingt, entpuppt sich als wahres kleines optisches Schmankerl. Die sexy Charlize Theron, deren akrobatische Leistungen und Form nach „Monster“ mehr als beachtenswert ist, belegt aber nur den zweiten Platz in der Optik-Wertung. Vielmehr beeindruckt der Film durch die gewählten Locations/Drehorte. Nicht etwa irgendein vermoderndes Hollywood-Studio oder gar (wie heute Tendenz) nur der PC, nein, BERLIN und POTSDAM sind es, welches sich als perfekte Städte für die dunkle Vision einer perfekten modernen Gesellschaft herausstellten. So bieten Sanssouci, das Bornstadter Feld, das Haus der Weltkulturen, das ehemalige Lufwaffenversuchszentrum der deutschen Wehrmacht (!), das größte und modernste Tierheim der Welt und das neue Krematorium Szenerien und Eindrücke, die so noch nie in einem Film zu sehen waren. Aber auch die Special Effects sind nicht zu verachten. Altbewährte Drahtseilmanöver stehen neben sehr interessanten Tötungsvarianten, aufwendigen Kostümen und sehr sehr schicken computergrafischen Elementen.
Auch an der Handlung und ihrem Verlauf lässt sich wenig herumkritteln. Sie verläuft stringent ohne Logikfehler und das Ende ist nicht von vornherein offensichtlich. Was „die Wahrheit“ ist, wird an dieser Stelle nicht verraten! Als bemerkenswert anzumerken ist, dass der Film -für Hollywood recht ungewöhnlich- auch eine Botschaft hat, die nicht aufgesetzt ist oder kitschig wirkt.

Fazit:

Ein sehr guter Film mit hohem optischem Genussfaktor und guter Spannung.
Kein großer „Kopffilm“ über den man noch stundenlang grübeln müsste.
Einfach ein guter Unterhaltungsfilm. Ideal als Starter oder zwischendurch.
Die Locations und die Special Effects empfehlen den Konsum von alternativen Lampenlöschern. Dafür ist der Film sehr und ausdrücklich geeignet.

Wertung:

 

4,5 von 6 Adlern