nie mehr schlechte filme
| 28 weeks later | | Drucken | |
| Geschrieben von: Bob Robberts |
| Sonntag, 14. Oktober 2007 um 12:48 |
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So liebe Freunde, ich fühl mich mal so frei eine kleine Kritik zu dem von Dr. G. und mir neulich im Kino rezipierten Remake des Halb- Zombie Films 28 Days Later zu schreiben. Da ich den geilen Trailer schon vor Monaten gesehen hab und die fast durchweg positiven Kritiken im Netz vernahm, war die Erwartungshaltung ziemlich hoch, mit der ich in diesen Film ging. Und leider muss ich feststellen, dass ich doch ziemlich enttäuscht war. Vielleicht sehen das einige anders aber lasst mich erklären. Ich hatte zum Glück nochmal kurz davor der ersten Teil gesehen und fand ihn beim wiederholten sehen doch noch ein Stück besser als beim früheren Sehen. So hatte ich auch einen ziemlich guten Vergleich. Zunächst einmal was mich an dem Film stört ist, dass es sich fast um reines Actionkino handelt. Da gibt es keine stillen Momente des Versteckens und Zusammenkauerns wie im ersten, sondern von Anfang an wird in die Vollen getreten. Nun gut, das mag ja ok sein. Von Mike bekam ich auch noch den Hinweis, wie krass doch die Anfangsszene sei. Das konnte man teilweise auch im Trailer sehen. Leider konnte man, ich zumindest, als die Infizierten das Haus stürmen kaum noch etwas vernünftiges erkennen, weil man meint mit einer voll krass wackelnden Handkamera wo man nur noch kleine Bildfetzten sieht würde man die Spannung steigern. Naja, bei mir wirkt das nicht. Auch versucht man die Infizierten zu fast übermenschlich schnellen und starken Kampfzombies zu machen, was aber dann doch zu übertrieben wirkt. Die Story um Infizierte, die aber normal bleiben ist gut konstruiert, doch bei der Zeichnung der Charaktere bleibt der Film um Längen hinter dem ersten zurück. Auch fehlt das geile Lied, was in der zweiten Hälfte des Trailers lief völlig (wie bescheuert) und auch kleine Szenen, die im Trailer zu sehen waren fehlten im eigentlichen Film (kann aber an einer verhunzten Schnittfassung für den deutschen Markt liegen). Was aber das entscheidentste ist, was ich dem Film als Variante des Zombiefilms ankreide, ist das meiner Meinung nach fast völlige Fehlen der nötigen paranoiden Atmosphäre. Einzig, als die Kinder die Sperrzone verlassen und zu ihrem alten Haus wollen kommt so etwas wie Gänshaut auf. Aber der Rest des Films beschränkt sich auf reine Action, die teilweise krampfhaft versucht immer krasser herüberzukommen. Versteht mich nicht falsch, Action is schon ne Prima Sache aber wenn das was dahinter steht einfach zu hohl ist. Warum wird zum Beispiel das Haus am Anfang nur mit ein paar Brettern verbarrikadiert, wo ich in der Situation alles was einem Möbelstück auch nur ähnlich sieht vor Türen und Fenster stellen würde? Warum bleiben alle im Untergeschoss des Hauses anstatt mal die Umgebung aus nem höherem Stockwerk zu beobachten, vor allem nachdem der Junge reingelassen wurde? Und warum guckt die Frau genau nachdem das passiert aus dem Fenster in lässt so die Zombies rein? Warum tragen die keine Hieb und Stichwaffen mit sich wie im ersten Teil? Warum wird später als die Infektion wieder Ausbricht das Zentrum von London bombardiert obwohl man damit doch auch die Nichtinfizierten tötet. Wenn die Zombies (ich nenn sie mal einfach so) auch alle Neuangesiedelten infizieren geht doch keine Gefähr für die anderen Länder aus. Bei der ersten Infektionswelle kam man doch auch damit klar. Warum wird danach die Zone von Soldatzen mit Flammenwerfern gereinigt (ob die gegen rennende Superzombies helfen?)? Eine normale Nato o.Ä. würde doch nach so einer Schlappe keinen Fuß mehr auf Britannien setzen. Warum kann jedoch der Hubschrauber auf das Festland durchkommen? Gibts da keine Flugabwehr? Naja, es könnte noch weiter gehenaber ich spars mir mal. Ich fasse also zusammen, wer einen schön schnellen Actionfilm will, bei dem man nicht viel nachdenken muss, ist mit 28 Weeks later gut bedient. Aber ich muss doch feststellen, dass für mich der erste Teil noch eine Portion mehr Tiefe und Glaubwürdigkeit hat und so der bessere Teil bleibt. |